Behörden, Ämter und Vernetzung

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Behörden, Ämter und Vernetzung

Behörden und Ämter sind häufig eine der ersten Anlaufstellen für Geflüchtete. Um sich im Hilfesystem bestmöglich orientieren zu können, ist es hilfreich, die zuständigen Behörden zu kennen.
Bei Fragen bietet das Büro der Flüchtlingsbeauftragten ergänzt durch die Stelle des WIR-Fallmanagements immer eine erste Orientierung an.

Anlaufstellen

Vernetzung

In Darmstadt gibt es verschiedene Gremien, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der Themen Flucht, Migration und Integration beschäftigen. Einige Gremien gibt es schon seit vielen Jahren, andere haben sich erst in den vergangenen drei Jahren neu gebildet. Meistens sind sowohl Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, als auch der freien Träger und großen Wohlfahrtsverbände einbezogen.

Die Arbeitsgruppe Integration dient der ämter- und fachstellenübergreifenden Abstimmung der sozialen und integrativen Maßnahmen und Angeboten und gewährleistet einen gemeinsamen Informationsstand aller am Integrationsprozess geflüchteter Menschen Beteiligten. Darüber hinaus ermitteln die Teilnehmenden der Arbeitsgruppe Bedürfnisse und erarbeiten Handlungsempfehlungen für die Politik.
Von der Wissenschaftsstadt Darmstadt nehmen das Büro der Flüchtlingsbeauftragten, das Amt für Interkulturelles und Internationales, das Amt für Soziales und Prävention, das Jugendamt, das Schulamt, das Bürger- und Ordnungsamt/Ausländerbehörde, das Sportamt/Sportkoordination und das Frauenbüro teil. Bei Bedarf werden weitere Ämter hinzugezogen.
Als weitere Fachstellen werden das Jobcenter (ZAAF), das Gesundheitsamt für Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg / Psychiatriekoordination, die Agentur für Arbeit Darmstadt und das Freiwilligenzentrum Darmstadt als ständige Mitglieder eingeladen. Bei Bedarf werden themenabhängig weitere relevante Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einzelnen Sitzungen eingeladen.
Die Leitung der Arbeitsgruppe liegt bei der Flüchtlingsbeauftragten und stellvertretend bei der WIR-Fallmanagerin.
Die Sitzungen finden derzeit alle vier Wochen statt.

Das Trägertreffen ist ein regelmäßiges Netzwerktreffen, zu dem die Sozialdezernentin einlädt. Teilnehmende hierbei sind: Flüchtlingsbeauftragte, Leitung Amt für Soziales und Prävention, stv. Leitung Jugendamt, Abt. Leitung Soziale Hilfen, Koordination Sozialpädagogik Asyl, Geschäftsführer_innen und Teamleitungen der in den Erstwohnäusern arbeitenden Sozialdiensten, Leitung und Leitung Sozialdienst HEAE Michaelis-Dorf. Ergänzend nehmen themen- und anlassbezogen Expert_innen und Vertreter_innen weiterer Einrichtungen am Trägertreffen teil.
Neben einem aktuellen Thema widmet sich das Trägertreffen jenen Themen, die durch die Teilnehmenden eingebracht werden. Neben dem Austausch und der Information können auf kurzen Wegen Vereinbarungen getroffen werden oder Bedarfe der im Arbeitsfeld „Asyl“ tätigen Akteure durch die Sozialdezernentin eruiert werden, damit sie auf politischer Ebene vorangebracht werden können.
Das Trägertreffen findet alle drei Monate statt.

 

Kontakt:
amt-fuer-soziales-und-praevention@darmstadt.de

Das Jugendamt lädt zu offiziellen Trägertreffen alle Jugendhilfeträger ein, die mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten arbeiten (1-2 x im Jahr). Darüber hinaus gibt es Austausch und Beratungsangebote bezüglich spezifischer Anliegen der Träger. Einzelfallbezogene Gespräche bezüglich Kriseninterventionen oder Perspektivenklärung finden nach Bedarf zeitnah statt.

 

Kontakt:
uma@darmstadt.de

Seit 2005 existiert in Darmstadt gemeinsam mit dem Landkreis Darmstadt- Dieburg das Netzwerk BAMF, das 4 -mal jährlich tagt. Darin vertreten sind, unter Leitung der Regionalkoordinatorin des Bundesamtes, die Ausländerbehörden von Stadt und Landkreis, die zugelassenen Träger für Integrationskurse, die Mitarbeiter der Migrationsberatungsstelle für Erwachsene sowie der Jugendmigrationsdienst, die Jobcenter, der Vertreter der Agentur für Arbeit, die Vertreter des Interkulturellen Büros des Landkreises und das Büro für Internationales und Interkulturelles, das Amt für Soziales und Prävention der Stadt Darmstadt und das Amt für Zuwanderer und Flüchtlinge des Landkreises, die Bildungskoordinatorinnen sowie Projektträger. Darüber hinaus noch im Einzelfall Gäste mit aktuellen Themen.
Aufgabe des Netzwerks ist die Vernetzung der einzelnen Teilnehmenden, insbesondere auch mit den Regeldiensten, der gegenseitige Informationsfluss sowie die Eruierung von Bedarfen vor Ort. Über jedes Netzwerk wird ein Arbeitsbericht an die Zentrale des Bundesamtes weitergeleitet.

 

Kontakt:
silvia.abel@bamf.bund.de

Der Arbeitskreis Migration und Soziale Arbeit besteht seit 1998 in Darmstadt.
Ziel ist der Informationsaustausch der Mitglieder untereinander sowie der Aufbau von Kooperationen und Vernetzungen. Themenspezifische Fortbildungen, Tagungen und Workshops sowie die Initiierung von migrationsspezifischen Projekten werden im vorbereitet und durchgeführt. Der Arbeitskreis erarbeitet zudem jährlich Handlungsempfehlungen, die an die Politik weitergeleitet werden. Die Geschäftsführung liegt beim Amt für Interkulturelles und Internationales der Stadt Darmstadt.

Im Arbeitskreis vertreten sind u.a.:

  • Migrationsberatungsstellen
  • Jobcenter Darmstadt
  • Regionalkoordinatorin des BAMF
  • Bürger- und Ordnungsamt / Ausländerbehörde
  • Flüchtlingsbeauftragte der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Koordinatorin der Bildungsangebote für Neuzugewanderte aus Stadt und Landkreis
  • Koordinatorin des Netzwerks Frühe Hilfen
  • Mitarbeiterin des Teams „unbegleitete minderjährige Ausländerinnen und Ausländer“ des Jugendamts der Stadt Darmstadt
  • WIR-Fallmanagerin für Geflüchtete aus Stadt und Landkreis
  • Amt für Soziales und Prävention
  • Sozialkritischer Arbeitskreis e.V.
  • Studierendenwerk Darmstadt (Sozialberatung)
  • weitere Träger

Der Arbeitskreis Migration und Gesundheit beschäftigt sich seit 1999 mit der Identifizierung von Versorgungs- und Informationslücken und der Gestaltung von Zugängen für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zum Gesundheitssystem. Er bietet Fachkräften die Möglichkeit des Austauschs zu allen Fragestellungen, die die gesundheitliche und psychosoziale Versorgung von Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchteten in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg betreffen. Er setzt sich zudem für die interkulturelle Weiterqualifizierung und Öffnung der Regeldienste des Gesundheitswesens, einschließlich der psychosozialen Beratungsstellen, ein und bietet darüber hinaus eine Plattform für interne und externe Kooperationen. Der Dialog des Arbeitskreises mit Entscheidungsträgern der Gesundheitsverwaltung und den politisch Verantwortlichen hat das Ziel, die Verbesserung der gesundheitlichen und psychosozialen Versorgung von Migrantinnen und Migranten in der Region als kommunalpolitische Aufgabe zu verankern.
Die Geschäftsführung liegt beim Amt für Interkulturelles und Internationales der Stadt Darmstadt sowie dem Interkulturellen Büro des Landkreises Darmstadt-Dieburg.

Im Arbeitskreis vertreten sind:

  • Amt für Soziales und Prävention der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Büro für Chancengleichheit, Landkreis Darmstadt-Dieburg
  • Büro für Senioren, Landkreis Darmstadt- Dieburg
  • Flüchtlingsbeauftragte der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Koordinatorin der Bildungsangebote für Neuzugewanderte aus Stadt und Landkreis
  • Koordinatorin des Netzwerks Frühe Hilfen
  • Mitarbeiterin des Teams „unbegleitete minderjährige Ausländerinnen und Ausländer“ des Jugendamts der Stadt Darmstadt
  • WIR-Fallmanagerin für Geflüchtete aus Stadt und Landkreis
  • Migrationsberatungsstellen
  • Evangelische Hochschule Darmstadt
  • Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Frauenhaus Darmstadt
  • Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg
  • Pflegestützpunkte von Stadt und Landkreis
  • Malteser-Migranten-Medizin am Marienhospital
  • Pro Familia Darmstadt
  • weitere Vereine und Träger aus dem Gesundheitsbereich

Viele Geflüchtete sind an einem Hochschulstudium interessiert. Aus diesem Grund hat das Amt für Interkulturelles und Internationales auf Wunsch der drei Hochschulen TU Darmstadt, Hochschule Darmstadt und Evangelische Hochschule Anfang 2016 relevante Akteure in einem Arbeitskreis zusammengebracht, um Unterstützungs- und Beratungsleistungen für studierfähige bzw. studierwillige Geflüchtete zu bündeln und sich zu vernetzen. Mittlerweile hat sich ein selbsttragendes Netzwerk entwickelt.

Mitglieder u.a.:

  • Hochschulen
  • Ausländerbehörde
  • Amt für Soziales und Prävention
  • Studierendenwerk
  • Träger der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte
  • Hessisches Wissenschaftsministerium
  • Bildungskoordinatoren
  • WIR-Fallmanager

Das „Netzwerk Gewaltschutz – Prävention und Schutz gegen sexualisierte und häusliche Gewalt an Frauen, Mädchen und Jungen in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt – Dieburg“ wurde 1998 gegründet. Damit wurden in der Wissenschaftsstadt Darmstadt zusammen mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg alle Aktivitäten zum interdisziplinären Themenkreis „häusliche und sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen/Jungen“ gebündelt. Ziele sind Prävention, Intervention, Nachsorge und Kooperation bei häuslicher und sexualisierter Gewalt zu verbessern und das Hilfesystem nach hohen fachlichen Standards zu halten und ggf. an neue Bedarfe zu orientieren.
Die professionellen und gewachsenen Netzwerkbeziehungen und erarbeiteten Abläufe haben maßgeblich zur schnellen Strukturierung der Zugänge ins Hilfesystem für die zu uns Geflüchteten geführt. Praktisch vom ersten Tag an wurde z.B. aufsuchend beraten, gab es spontan organisierte Rufbereitschaften, konnten Geflüchtete ins Frauenhaus, wurden Haupt- und Ehrenamtliche durch Weiterbildungen im richtigen und auch kultursensiblen Umgang mit häuslicher und sexualisierter Gewalt oder mit Traumatisierung geschult. Auch die sofortige Errichtung eines umfassenden Gewaltschutzkonzeptes für die Notunterkünfte und Erstwohnhäuser war nur durch die gute Kooperation im Netzwerk möglich.
Diese Bedarfsorientierung des Hilfesystems (z.B. Ausbau des Beratungsangebotes, Ausweitung auf die Themen „Vorbeugung von sogenannter Ehrgewalt“ oder Hilfe im Themenfeld „Genitalverstümmelung“) konnte glücklicherweise durch eine zufällig zeitgleich erfolgte Aufstockung von Landesmitteln finanziert werden.
Die Geschäftsführung liegt beim Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Büro für Chancengleichheit im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Mitglieder sind:

  • Jugendämter
  • Interkulturelle Büros
  • Frauenhäuser
  • Polizei
  • u.a. folgende Darmstädter Fachberatungsstellen:
    • Deutscher Kinderschutzbund Darmstadt e. V.,
    • Fachberatungsstelle des Frauenhauses Darmstadt,
    • Mäander e. V.,
    • pro familia Darmstadt e.V.
    • Wildwasser Darmstadt e. V.